Interdependenzverhältnis von Wissenschaft, Technik und Gesellschaft

 

Die skizzierten Entwicklungen von Wissenschaft und Technik verändern deren Rolle für die Gesellschaft. Zum einen transformieren die computerbasierten Prognosen der Wissenschaft Gesellschaft zunehmend in eine Vorhersagekultur. Paradebeispiel sind die soziopolitischen Folgen der Prognosen zum Klimawandel.

Wissenschaftliche Methodik fungiert hier nicht nur als Expertise, sondern als Selbstreflexionsinstrument komplexen Verhaltens. Zum anderen greifen Wissenschaft und Technik noch umfassender als bisher durch die neuen Herstellungsverfahren in die Lebenswelt aus, indem sie traditionelle handwerkliche und kulturtechnische Umsetzungsstrategien weiter verdrängen und gleichzeitig die neu geschaffenen Einsatzbereiche automatisieren.

Diese Tendenzen stellen grundsätzlich die Frage nach dem Menschen in einer von Wissenschaft und Technik formierten Gesellschaft und nach dem Subjektverständnis. Es stellen sich aber auch Fragen nach der gesellschaftlichen Partizipation an technologischen Entwicklungen und Innovationen (Open Innovation, Living Labs) sowie dem offenen Zugang zu Forschungsergebnissen (Open Science).